20.08.2026
Fossile Heizungen bis 2044 – was bedeutet das für Eigentümer in NRW?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2024 legt es schwarz auf weiß fest: Heizungen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, dürfen in Deutschland bis zum 31. Dezember 2044 weiterbetrieben werden. Das klingt nach einer langen Gnadenfrist – und für viele Eigentümer in NRW ist es eine wichtige Beruhigung. Doch so einfach ist die Realität nicht. Wer die Regel zu wörtlich nimmt, übersieht entscheidende Einschränkungen und verpasst strategische Chancen. Weyel-Immobilien gibt den vollständigen Überblick. Paragraph 72 Absatz 4 des GEG regelt den Weiterbetrieb bestehender Heizungsanlagen. Der Grundsatz lautet: Wer eine funktionierende Öl- oder Gasheizung besitzt, muss sie nicht sofort austauschen. Das Gesetz erlaubt den Weiterbetrieb fossiler Heizungsanlagen bis zum 31. Dezember 2044 – vorausgesetzt, bestimmte Bedingungen sind erfüllt. Die entscheidende Einschränkung: Der Weiterbetrieb gilt nur für bestehende, funktionierende Anlagen. Sobald eine Heizungsanlage irreparabel ausfällt oder gegen eine neue ausgetauscht wird, greift die 65-Prozent-Pflicht des GEG – sofern die kommunale Wärmeplanung für die jeweilige Gemeinde vorliegt. Für Bochum als Großstadt muss diese Planung spätestens bis Ende Juni 2026 vorliegen. Der Weiterbetrieb einer fossilen Heizungsanlage bis 2044 ist kein bedingungsloses Recht. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein: • Die Heizungsanlage muss funktionsfähig sein – ein irreparabler Defekt beendet das Recht auf Weiterbetrieb sofort. • Bei einem Austausch muss die neue Anlage die 65-%-EE-Anforderung erfüllen – sofern die kommunale Wärmeplanung vorliegt. • Die Anlage darf nicht in einem Gebäude eingebaut sein, für das abweichende Sonderregelungen gelten (z.B. Denkmalschutz kann Ausnahmen begründen, aber auch striktere Auflagen). • Nach einem Eigentümerwechsel – Kauf oder Erbschaft – gelten Übergangsfristen von in der Regel zwei Jahren für Bestandsanlagen. • Förderprogramme für rein fossile Heizkessel sind seit dem 1. Januar 2025 nicht mehr verfügbar – auch wenn der Weiterbetrieb erlaubt bleibt. Für die große Mehrheit der Eigentümer in Bochum und NRW, die eine intakte, nicht allzu alte Heizungsanlage besitzen, bedeutet das: Der kurzfristige Handlungsdruck ist begrenzt. Aber der mittelfristige ist real. Ein zentrales Szenario, das viele Eigentümer unterschätzen: Was passiert, wenn die Heizung mitten im Winter irreparabel ausfällt? In diesem Fall greift – sofern die kommunale Wärmeplanung vorliegt – sofort die 65-%-EE-Pflicht. Das bedeutet: Kein einfacher 1:1-Austausch durch eine neue Gasheizung mehr. Das GEG sieht jedoch einen Notfall-Puffer vor: Bei einem unvorhergesehenen Heizungsausfall dürfen Eigentümer übergangsweise eine gebrauchte oder provisorische Heizung einbauen, die nicht die 65-%-Anforderung erfüllt – für maximal drei Jahre. Danach muss auf ein GEG-konformes System umgestellt werden. Diese Übergangslösung ist wichtig, aber sie ist keine Dauerlösung. Wer ein älteres Heizungssystem besitzt, das kurz vor dem Lebensende steht, sollte die Umrüstung nicht auf die lange Bank schieben – sondern sie strategisch planen und dabei von verfügbaren Förderprogrammen profitieren. Für Eigentümer in Bochum ist die kommunale Wärmeplanung der entscheidende Auslöser für die Heizungspflichten. Als Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern muss Bochum die Wärmeplanung spätestens bis zum 30. Juni 2026 vorlegen. Diese Planung legt fest: • Welche Stadtteile und Straßenzüge zukünftig über Fernwärme versorgt werden • Welche Gebiete als sogenannte dezentrale Versorgungsgebiete eingestuft werden – wo also eigene Wärmepumpen oder andere erneuerbare Systeme erforderlich sind • Welche Übergangsfristen für bestehende Heizungsanlagen in den jeweiligen Zonen gelten Für Eigentümer bedeutet das: Wer in einem geplanten Fernwärmekorridor liegt, kann möglicherweise seinen Gasanschluss noch längere Zeit behalten – bis das Netz ausgebaut ist. Wer in einem dezentralen Versorgungsgebiet liegt, muss langfristig auf eine Wärmepumpe oder ein anderes EE-konformes System umrüsten. Die Wärmeplanung Bochum ist damit für jeden Eigentümer eine wichtige strategische Information – auch für die Verkaufsentscheidung. Weyel-Immobilien verfolgt den Stand der kommunalen Wärmeplanung und berät Eigentümer auf Basis der aktuellen Datenlage. Hier liegt die eigentliche strategische Herausforderung für Eigentümer in NRW: Das Jahr 2044 ist als gesetzliche Betriebsgrenze festgelegt – aber der Immobilienmarkt agiert heute schon nach anderen Maßstäben. Institutionelle Investoren – Versorgungswerke, Family Offices, Wohnungsgesellschaften – rechnen bei der Objektbewertung mit Sanierungskosten über den gesamten Betrachtungszeitraum. Eine Öl- oder Gasheizung, die in wenigen Jahren ausgetauscht werden muss, ist kein Betriebsrisiko erst 2044 – sie ist eine Investitionsanforderung in drei bis zehn Jahren. Das drückt den Verkaufspreis heute. Konkret beobachtet Weyel-Immobilien im Ruhrgebieter Markt folgende Entwicklung: • MFH mit Öl- oder Gasheizung Baujahr vor 2005: Preisabschlag von 5 bis 10 Prozent gegenüber vergleichbaren Objekten mit Wärmepumpe oder Fernwärme. • MFH mit Energieeffizienzklasse F oder G und fossiler Heizung: Preisabschlag bis 20 Prozent – institutionelle Investoren fordern Sanierungskonzept als Kaufbedingung. • Objekte in geplanten Fernwärmezonen: Abschlag geringer, da Käufer den Fernwärmeanschluss als Lösung einplanen können. Wer eine intakte Heizungsanlage besitzt und keine Verkaufsabsichten hat, kann abwarten – sollte aber die kommunale Wärmeplanung im Blick behalten und rechtzeitig vor dem absehbaren Heizungsende eine Umrüstungsstrategie entwickeln. Der Vorteil: Zeit für Planung, Angebotsvergleich und Fördermitteloptimierung. Wer jetzt auf eine Wärmepumpe, Fernwärme oder ein Hybridsystem umrüstet, profitiert von Förderungen, die möglicherweise in einigen Jahren nicht mehr in dieser Höhe verfügbar sind. KfW Programm 458 fördert mit bis zu 70 Prozent der Investitionskosten. Wer saniert und danach verkauft, kann den verbesserten Energieausweis als Verkaufsargument nutzen. Wer verkaufen möchte, ohne zu sanieren, kann das tun – aber sollte den Sanierungs- und Heizungsbedarf transparent kommunizieren und den Preis entsprechend kalkulieren. Für institutionelle Investoren ist ein sanierungsbedürftiges Objekt kein Ausschlusskriterium – es ist ein Verhandlungspunkt. Weyel-Immobilien positioniert solche Objekte gezielt im Investorennetzwerk: diskret, ohne öffentlichen Preisdruck. Projektentwickler und auf Sanierung spezialisierte Investoren suchen aktiv nach Objekten mit Sanierungspotenzial – inklusive Heizungstauschbedarf. Weyel-Immobilien verfügt über direkte Kontakte zu dieser Käufergruppe und kann Objekte mit fossiler Heizungsanlage diskret und gezielt an die richtigen Interessenten vermitteln – ohne öffentliche Vermarktung und ohne Preiserosion. Auch für Käufer ist das Thema fossile Heizungen relevant. Wer eine Immobilie mit alter Öl- oder Gasheizung kauft, übernimmt mittelfristig die Pflicht zur Umrüstung. Für private Eigennutzer gilt nach einem Kauf eine Übergangsfrist von zwei Jahren, in der die bestehende Anlage weiterbetrieben werden darf. Danach greifen die GEG-Anforderungen – je nach kommunaler Wärmeplanung. Für Käufer empfiehlt Weyel-Immobilien daher: Die Heizungsanlage ist heute ein gleichwertiger Bewertungsfaktor wie Lage, Zustand und Grundriss. Wer kauft, sollte den Heizungstyp, das Baujahr der Anlage und die Position des Gebäudes in der kommunalen Wärmeplanung kennen – bevor der Notartermin vereinbart wird. Das Jahr 2044 klingt weit weg. Aber Immobilien werden mit langen Zeithorizonten gedacht und bewertet. Ein Investor, der heute ein Mehrfamilienhaus in Bochum kauft, plant Jahrzehnte voraus. Und der Markt nimmt die Zukunft bereits heute in die Preise. Wer eine Immobilie mit fossiler Heizungsanlage besitzt, sollte das nicht ignorieren – sondern strategisch damit umgehen. Weyel-Immobilien begleitet Eigentümer in Bochum und dem Ruhrgebiet bei genau dieser strategischen Einschätzung: Weiterbetreiben, umrüsten oder jetzt verkaufen? Wir rechnen mit Ihnen durch, was in Ihrer individuellen Situation am meisten Sinn ergibt. Persönlich, ohne Callcenter, seit 1991. Kostenlose Strategieberatung: Fossile Heizung – was ist für Ihre Immobilie richtig? Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | (0234) 93248215
18.08.2026
Immobilie in Bochum privat verkaufen oder mit Makler?
Bei einer nüchternen Netto-Betrachtung in Bochum bildet der regionale Verkäufer-Richtwert von 3,57 % bei insgesamt 7,14 % den ersten Kostenposten. In die Rechnung gehört deshalb auch der persönliche Einsatz. Neben 40 bis 70 Stunden Arbeitszeit sind belastbare Kenntnisse zu Markt, Dokumenten und Vertragsablauf erforderlich. Kommt durch Positionierung beispielhaft ein Erlösplus von 5 bis 12 % zustande, verschiebt sich die Bilanz zugunsten professioneller Begleitung, bleibt aber eine fallbezogene Annahme. Die Musterrechnung setzt bei 500.000 € Verkaufspreis an: Der Richtwert von 3,57 % führt zu 17.850 € auf Verkäuferseite. Wird parallel ein zusätzlicher Erlös zwischen 25.000 und 60.000 € angenommen, weist das Modell nach Vergütung noch 7.150 € bis 42.150 € aus. Aus dem Zahlenbeispiel folgt keine Preiszusage. Courtage und Leistungsumfang werden im Maklervertrag individuell vereinbart. Entscheidend ist, ob die mögliche Provisionsersparnis schwerer wiegt als fachliche Unterstützung und die Chance auf einen besseren Erlös. Wer Wohneigentum in Bochum veräußert, bewegt meist einen erheblichen Teil des eigenen Vermögens. Die wirtschaftliche Tragweite verlangt eine klare Strategie vom ersten Preisansatz bis zur Übergabe. Der tatsächliche Verkaufserfolg hängt deshalb ebenso von rechtlicher Sicherheit und professioneller Kommunikation ab. Die Aussicht, ohne Maklerprovision zu verkaufen, ist verständlicherweise verlockend. In Bochum können Fehler bei Preisfindung, Präsentation oder Interessentenprüfung den Erlös spürbar belasten. Als WEYEL-IMMOBILIEN begleiten wir Eigentümer in Bochum mit einer objektbezogenen Verkaufsplanung. Wir erläutern Vorgehen, Zuständigkeiten und Entscheidungsgrundlagen, statt pauschale Ergebnisse zu versprechen. Die folgenden Abschnitte dienen Ihrem realistischen Vergleich. „GARS Bochum: Grundstücksmarktberichte“ liefert überprüfbare Hinweise zum Immobilienmarkt in Bochum. Für den Wert des einzelnen Objekts müssen diese Angaben mit Lage, Zustand, Ausstattung, Nutzung und möglichen Rechten zusammengeführt werden. Häufig wird die Vergütung hälftig geteilt, doch der schriftliche Maklervertrag ist für den Einzelfall entscheidend. Viele Verkäufer erwägen den Privatverkauf, weil sie zunächst die Courtage einsparen möchten. Beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an Verbraucher sind die gesetzlichen Regeln zur Provisionsverteilung zu beachten. Zur nachvollziehbaren Einordnung der späteren Zahlen arbeitet der Text mit 3,57 % Verkäuferanteil innerhalb eines Gesamtwerts von 7,14 % für Nordrhein-Westfalen. Die regionale Angabe beschreibt nur eine beobachtete Größenordnung. Die schriftliche Regelung muss Objektart, Auftrag und Kostenverteilung abbilden. Wodurch kann professionelle Begleitung wirtschaftlichen Nutzen schaffen? 1. Zielgruppenanalyse: Profis wissen, ob Ihr Objekt für Eigennutzer oder Kapitalanleger optimal ist 2. Professionelle Präsentation: Hochwertige Fotos, Drohnenaufnahmen, virtuelle Rundgänge 3. Bieterprozesse: Geschickte Verhandlung bei mehreren Interessenten 4. Markt-Timing: Verkauf zum optimalen Zeitpunkt (Frühjahr, vor Schuljahresbeginn) 5. Emotionale Distanz: Objektive Verhandlung ohne persönliche Bindung Praxis-Einordnung für Eigentümer Eine professionelle Marktstrategie und neutrale Verhandlungsführung können diesen Effekt ausgleichen. Der Hinweis „provisionsfrei von privat“ zieht mitunter Interessenten an, die den fehlenden Makleranteil bereits als Preisnachlass betrachten. Der Kostenvorteil kann dadurch in der Preisrunde teilweise oder vollständig verloren gehen. Das ist eine fremde Erfahrungssammlung und keine zugesicherte Erfolgsquote. Fremde Berichte von Privatverkäufern in Online-Foren liefern einen ergänzenden, nicht repräsentativen Eindruck. Betrachtet wurden 83 Threads 2024–2026 auf r/Finanzen und in der ImmoScout24-Community; dort wird wiederholt von Einstiegsgeboten berichtet, die 10 bis 15 % unter dem Angebot liegen und mit der eingesparten Provision begründet werden. Zur Wertermittlung in Bochum gehört die amtliche Einordnung über „GARS Bochum: Grundstücksmarktberichte“. Deshalb werden Lage im Quartier, Bausubstanz, Energiezustand, Nutzung und bestehende Rechte gesondert gewichtet. Richtwerte und Marktberichte bilden typische Verhältnisse ab, nicht jede Besonderheit der konkreten Immobilie. Gepflegte und zeitgemäß modernisierte Immobilien finden in gefragten Lagen von Bochum meist leichter Nachfrage; bei Sanierungsbedarf kalkulieren Interessenten dagegen spürbare Preisabschläge. Eine belastbare Preisstrategie berücksichtigt diese Unterschiede von Beginn an. Wir prüfen Vergleichsdaten und erklären, welche Zu- oder Abschläge aus Lage, Bauzustand und rechtlichen Merkmalen folgen. Bei WEYEL-IMMOBILIEN beginnt die Preisstrategie mit dem konkreten Objekt in Bochum. Ein zu hoher Testpreis und ein vorschnell niedriger Ansatz werden damit gleichermaßen vermieden. Wer ohne Makler verkauft, muss mit rund 40 bis 70 Stunden rechnen, die sich typischerweise auf 3 bis 6 Monate verteilen. Für Eigentümer in Bochum bedeutet das, Termine, Rückfragen und Entscheidungen über den gesamten Zeitraum verlässlich einzuplanen. Beschaffung aller Dokumente: Grundbuchauszug, Flurkarte, Bauakten, Teilungserklärung, Energieausweis. Markt- und Objektanalyse: Ermittlung eines belastbaren Angebotspreises. Vermarktung: Professionelles Bildmaterial, rechtssicheres Exposé, Anzeigenschaltung. Anfragenmanagement & Qualifizierung: Erstkontakte prüfen, Besichtigungstourismus aussortieren. Besichtigungen: Terminabstimmung, Durchführung vor Ort und Nachbearbeitung. Verhandlung & Notar: Prüfung der Käuferbonität, Abstimmung des Kaufvertragsentwurfs. Typische Zeitverluste beim Privatverkauf 1. Anfragenflut ohne Filter: 70–90 % der Anfragen sind unqualifiziert 2. Besichtigungen am Wochenende: Ihre Freizeit ist blockiert 3. Kaufinteressenten ohne Bonität: Zeitverlust von Wochen 4. Fehlende Unterlagen: Notar kann Termin nicht ansetzen 5. Nachverhandlungen: Käufer fordern nach Gutachten Rabatte Die Schilderung stammt aus Reddit r/Finanzen, März 2025, und ist ausdrücklich ein fremder Erfahrungsbericht. Als externe Einzelerfahrung, nicht als Fall aus unserem Unternehmen, beschreibt ein Community-Beitrag folgenden Verlauf: Von 43 Anfragen in 2 Wochen führten 37 nicht weiter. Erst nach 6 Monaten kam über den Kunden eines Maklers ein Abschluss zustande, dessen Vorbereitung 3 Wochen dauerte. Welche Arbeitsschritte übernimmt WEYEL-IMMOBILIEN? 1. Beschaffung aller behördlichen Unterlagen 2. Professionelles Fotoshooting & Exposé 3. Vorqualifizierung aller Interessenten (Finanzierungsnachweis) 4. Durchführung aller Besichtigungen 5. Verhandlung bis zum Notartermin 6. Koordination mit Notar, Bank und Käufer Eine umfassende Maklerbegleitung kann Eigentümer bei den laufenden Aufgaben um etwa 95 % des Zeitaufwands entlasten; die Entscheidungen bleiben beim Verkäufer. Gemeint ist der operative Aufwand vom Erstkontakt bis zur Übergabe. Jede Zielgruppe reagiert auf andere Merkmale und braucht deshalb eine eigene Ansprache: Für einen Verkauf in Bochum treffen verschiedene Käuferprofile aufeinander. Kapitalanleger & Investoren: Sie prüfen knallharte Finanzkennzahlen. Für sie zählen der Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger), die Mietrendite, der Erhaltungszustand der Instandhaltungsrücklage sowie die Cashflow-Perspektive. Eigennutzer: Sie entscheiden primär emotional. Hier zählen Lichtverhältnisse, Grundrissflexibilität, Wohngefühl und die Infrastruktur im Quartier. Die häufigste Schwachstelle: Interessenten werden nicht vorgeprüft Ohne Vorprüfung können 5 Stunden Vorbereitung plus 1,5 Stunden Besichtigung in einen Kontakt fließen, dem am Ende die Finanzierungszusage fehlt. Bedarf und Zahlungsfähigkeit sollten zuerst belastbar geklärt sein. Die professionelle Lösung beginnt vor der Terminvergabe: 1. Verbindliche Selbstauskunft vor Besichtigung 2. Finanzierungsbestätigung der Bank (nicht älter als 6 Wochen) 3. Eigenkapitalnachweis bei Investoren 4. Prüfung der Bonität via Schufa (mit Einwilligung) Ziel sind 2 bis 3 belastbare Besichtigungen, nicht 10 bis 15 Termine ohne echte Kaufchance. Besonders bei Eigentumswohnungen müssen Teilungserklärung, Beschlüsse und weitere Objektunterlagen rechtzeitig vorliegen, damit Bank und Notariat zuverlässig arbeiten können. Lücken in der Dokumentation bremsen sowohl den Kaufvertragsentwurf als auch die Finanzierungsprüfung. Beim Verkauf in Bochum sollten diese Nachweise deshalb vor einer verbindlichen Kaufzusage geordnet und auf Widersprüche geprüft sein. Auch mit einem vertraglichen Haftungsausschluss bleiben bewusst verschwiegene Mängel riskant; „gekauft wie gesehen“ ist dafür kein wirksamer Schutz. Für bestimmte Verstöße sieht § 108 GEG ein Bußgeld bis 10.000 € vor. Feuchte Bauteile, alte Wasserschäden, Mängel am Dach und baurechtliche Besonderheiten dürfen nicht verschwiegen werden. Zusätzlich müssen die vorgeschriebenen Energiedaten korrekt im Inserat erscheinen. Wie unterstützt ein Vermittler bei der Objektakte? 1. Vollständige Beschaffung aller Dokumente 2. Prüfung auf Vollständigkeit und Aktualität 3. Rechtssichere Formulierung der Anzeigentexte (GEG-konform) 4. Abstimmung mit Notar und Hausverwaltung 5. Information über Vorkaufsrechte und Sonderregelungen Kriterium Eigenregie Mit Immobilienmakler Zeitbudget Flexible Zeitfenster für Anfragen und Besichtigungen vorhanden. Vollständige Entlastung im gesamten Verkaufsprozess. Marktkenntnis Detaillierte Kenntnis der Preise im jeweiligen jeweiligen Lage in Bochum. Fundiertes Marktwissen und professionelle Einwertung. Unterlagen Alle Unterlagen liegen vor oder werden selbst besorgt. Beschaffung und rechtliche Prüfung aller behördlichen Dokumente. Verhandlung Erfahren im Führen harter Preis- und Zielgruppenverhandlungen. Professionelle und neutrale Verhandlungsführung zum Bestpreis. Sicherheit Eigenes Haftungsrisiko bei Formfehlern oder Käuferausfall. Strukturierte, rechtssichere Abwicklung bis zur Übergabe. Prüfen Sie jede Aussage ehrlich: ☐ Ich habe mindestens 60 Stunden Zeit in den nächsten 4 Monaten ☐ Ich kann tagsüber und am Wochenende flexibel Besichtigungen anbieten ☐ Ich kenne die aktuellen Verkaufspreise in meinem Stadtteil ☐ Ich kann professionelle Fotos erstellen oder beauftragen (Budget: 300-500 €) ☐ Ich kann emotionalen Abstand wahren („Das ist nur eine Immobilie, nicht mein Lebenswerk") ☐ Ich bin verhandlungssicher und kann auch aggressive Angebote souverän ablehnen ☐ Ich kenne die Offenbarungspflichten und rechtlichen Risiken ☐ Mein Energieausweis ist nicht älter als 10 Jahre ☐ Ich habe alle Unterlagen vollständig (siehe Tabelle oben) ☐ Ich kann Käuferbonität selbst prüfen oder traue mir das zu Auswertung: 8-10 Haken: Privatverkauf machbar, aber zeitintensiv 5-7 Haken: Kritisch, hohes Risiko für Fehler Unter 5 Haken: Makler dringend empfohlen Voraussetzung sind ein belastbares Zeitbudget, nachvollziehbare Marktkenntnis, vollständige Dokumente und die Bereitschaft, rechtliche Verantwortung zu tragen. Eigentümer können ihre Immobilie in Bochum selbst verkaufen. Bei WEYEL-IMMOBILIEN entwickeln wir für Eigentümer in Bochum einen nachvollziehbaren, objektspezifischen Verkaufsplan. Eine professionelle Begleitung bietet sich an, wenn Aufwand, Verhandlung und rechtliche Fallstricke nicht allein getragen werden sollen.
17.08.2026
Investor oder Eigennutzer? Wer kauft unsanierte Immobilien in Bochum
Nicht jede Immobilie lässt sich an jeden Käufer verkaufen – und das gilt besonders für sanierungsbedürftige Objekte. Die Kunst liegt darin, das richtige Objekt zur richtigen Käufergruppe zu bringen. Denn ein Sanierungsobjekt, das beim falschen Käufer wochenlang ohne Resonanz liegt, erzielt beim richtigen Käufer in wenigen Tagen einen guten Preis. Weyel-Immobilien erklärt, wer in Bochum unsanierte Immobilien kauft – und wie Eigentümer davon profitieren. Diese professionellen Käufer sind die aktivste Gruppe im Bochumer Markt für unsanierte Mehrfamilienhäuser. Sie verfügen über eigene Bauleiter, feste Handwerkerkapazitäten und etablierte Lieferantennetzwerke. Das ermöglicht ihnen, Sanierungskosten deutlich unter Marktpreis zu kalkulieren – und macht sie bereit, für Objekte mit Sanierungspotenzial mehr zu zahlen als Privatinvestoren ohne diese Infrastruktur. Was diese Käufer suchen: Objekte mit klarem Wertsteigerungspotenzial, attraktiver Lage in Bochum oder dem Ruhrgebiet, einem nachvollziehbaren Sanierungsbedarf und einem fairen Ausgangspreis. Was sie nicht suchen: Versteckte Mängel, unklare Eigentumsverhältnisse oder ein Verkäufer, der den Sanierungsstau nicht transparent kommuniziert. Erfahrene Privatinvestoren mit eigenem Kapital und Handwerkerbeziehungen sind ebenfalls eine relevante Käufergruppe für unsanierte Objekte in Bochum. Sie kalkulieren die Sanierungskosten in die Rendite ein – und kaufen, wenn die Zahlen stimmen. Im Gegensatz zu Projektentwicklern sind sie bei der Finanzierung stärker auf Bankdarlehen angewiesen, was den Kaufprozess gelegentlich verlängert. Diese Gruppe kauft häufig Objekte im Bereich 300.000 bis 1,5 Millionen Euro – der klassische Einstieg in die Mehrfamilienhausklasse. Sie sind preissensitiver als institutionelle Investoren, aber weniger formalisiert in ihren Anforderungen an Due-Diligence-Unterlagen. Bei kleineren Mehrfamilienhäusern (zwei bis vier Wohneinheiten) und Einfamilienhäusern mit Sanierungsbedarf sind auch Eigennutzer mit handwerklichem Hintergrund eine relevante Käufergruppe. Sie planen, selbst in das Objekt einzuziehen und es schrittweise zu sanieren. Ihre Kaufpreiserwartung ist konservativ – aber ihre Bereitschaft, bei einem Objekt mit Charakter und gutem Grundriss mehr zu zahlen, ist vorhanden. Im oberen Segment – MFH ab drei Millionen Euro Kaufpreis – sind spezialisierte Sanierungsfonds und Family Offices aktiv, die gezielt nach energetisch sanierungsbedürftigen Objekten mit hohem Entwicklungspotenzial suchen. Diese Käufer haben professionelle Asset-Management-Strukturen, führen detaillierte ESG-Analysen durch und kaufen häufig Off-Market – weil sie diskrete Prozesse bevorzugen und die öffentliche Vermarktung über Portale als Qualitätssignal werten. Im Weyel-Netzwerk sind mehrere solcher Käufer direkt ansprechbar – sie gehören zu den aktivsten Kaufinteressenten für Ruhrgebieter MFH mit Sanierungspotenzial. Der Schlüssel liegt in der Zielgruppen-Analyse vor der Vermarktung. Weyel-Immobilien analysiert für jedes Objekt: • Objektgröße und Segment: Kleinere Objekte richtig an Privatinvestoren, größere an institutionelle Käufer • Sanierungstiefe: Teilsanierungsbedarf spricht andere Käufer an als vollständiger Sanierungsstau • Lage und Potenzial: Bochumer Innenstadtlage vs. Randbereiche bestimmt die Käuferbereitschaft • Preiserwartung des Verkäufers: Realistisch angesetzte Preise sprechen mehr Käufer an und vermeiden lange Liegezeiten Ein sanierungsbedürftiges Objekt auf öffentlichen Portalen zu inserieren ist oft keine gute Idee. Die Masse der Portalbesucher sucht einzugsfertige Objekte – Sanierungsobjekte wirken auf viele abschreckend. Das führt zu wenigen Anfragen, langen Liegezeiten und Verhandlungsdruck durch Käufer, die den Sanierungsstau als Hauptargument nutzen. Die bessere Alternative: Off-Market-Vermarktung direkt an vorqualifizierte Investoren, die gezielt nach Sanierungsobjekten suchen. Weyel-Immobilien kontaktiert aus dem Netzwerk von 700 vorqualifizierten Käufern direkt diejenigen, die zum Objekt passen – ohne öffentliches Inserat, ohne Preiserosion. Unsanierte Immobilien haben in Bochum eine klare Käufergruppe – man muss sie nur kennen und erreichen. Weyel-Immobilien hat seit 1991 ein direktes Netzwerk zu genau diesen Käufern aufgebaut. Sprechen Sie uns an – für eine kostenlose Einschätzung, welche Käufergruppe für Ihr Objekt die richtige ist und welchen Preis Sie realistisch erzielen können. Kostenlose Käuferanalyse: Wer kauft Ihr Sanierungsobjekt – und zu welchem Preis? Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | (0234) 93248215
14.08.2026
Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus – was Vermieter in Bochum wissen müssen
Die Wärmepumpe gilt als das Heizungssystem der Zukunft – und seit dem GEG 2024 ist sie für viele Eigentümer in Bochum die naheliegendste GEG-konforme Lösung beim Heizungstausch. Doch was für ein Einfamilienhaus vergleichsweise unkompliziert funktioniert, ist bei einem Mehrfamilienhaus ein deutlich komplexeres Vorhaben. Weyel-Immobilien erklärt, worauf Vermieter in Bochum beim Thema Wärmepumpe im MFH achten müssen. Im Einfamilienhaus ersetzt die Wärmepumpe in der Regel eine einzelne Heizungsanlage, versorgt überschaubare Wohnflächen und hat einen klar definierten Wärmebedarf. Im Mehrfamilienhaus sieht die Situation ganz anders aus: • Größerer Wärmebedarf: Ein MFH mit sechs Wohneinheiten benötigt deutlich mehr Heizleistung – die Anlage muss entsprechend dimensioniert sein. • Komplexe Heizkreisläufe: Mehrere Wohneinheiten bedeuten mehrere Heizkreise, unterschiedliche Nutzungsprofile und oft unterschiedliche Raumtemperaturanforderungen. • Warmwasserbereitung: Im MFH muss die Warmwasserversorgung aller Einheiten sichergestellt werden – häufig mit Legionellenschutz und zentraler Warmwasserbereitung. • Niedertemperatursysteme: Ältere MFH haben oft Heizkörper, die für hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt sind. Eine Wärmepumpe arbeitet effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen – ein Heizkörperaustausch kann notwendig sein. • Bauliche Gegebenheiten: Platzbedarf für Außeneinheit, Schallschutzanforderungen und Leitungsführung müssen individuell geplant werden. Für Mehrfamilienhäuser kommen vor allem folgende Systeme in Betracht: Die häufigste Lösung – sie entnimmt der Außenluft Energie und gibt sie als Wärme an das Heizsystem ab. Vorteile: verhältnismäßig günstig in der Installation, keine Erdarbeiten notwendig. Nachteile: Effizienz sinkt bei sehr kalten Außentemperaturen; Außeneinheit benötigt Aufstellfläche und erzeugt Betriebsgeräusche. Diese Variante entnimmt Energie aus dem Erdreich über Tiefenbohrungen oder Flächenkollektoren. Vorteile: sehr hohe Effizienz auch bei Kälte, geringere Betriebskosten langfristig. Nachteile: hohe Installationskosten durch Erdarbeiten, Genehmigungspflicht für Bohrungen, nicht überall technisch realisierbar. Eine praxiserprobte Übergangslösung, die GEG-Anforderungen erfüllt: Die Wärmepumpe übernimmt den Grundlastbetrieb, der Gaskessel die Spitzenlast bei sehr kalten Temperaturen. Vorteil: geringere Investitionskosten, bestehende Gasleitungen bleiben nutzbar. Nachteil: langfristig nicht vollständig fossilfrei. Die Kosten für eine Wärmepumpenanlage in einem MFH in Bochum variieren stark je nach Gebäudegröße, System und baulichen Gegebenheiten. Als Richtwerte für ein MFH mit 6 Wohneinheiten: • Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Installation: ca. 40.000 bis 80.000 Euro • Sole-Wasser-Wärmepumpe inkl. Erdbohrung: ca. 60.000 bis 120.000 Euro • Hybridheizung (Wärmepumpe + Gaskessel): ca. 30.000 bis 60.000 Euro • Heizkörperaustausch (falls erforderlich): ca. 5.000 bis 20.000 Euro zusätzlich KfW-Programm 458 fördert den Heizungstausch mit bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Für Vermieter gibt es spezifische Fördersätze – der Basisförderanteil liegt bei 30 Prozent, ergänzt durch Klima-Geschwindigkeitsbonus und Effizienzbonus. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Ein Heizungstausch im bewohnten MFH ist nicht nur eine technische, sondern auch eine mietrechtliche Angelegenheit: • Ankündigungspflicht: Modernisierungsmaßnahmen müssen den Mietern mindestens drei Monate vor Beginn schriftlich angekündigt werden. • Duldungspflicht der Mieter: Mieter müssen Modernisierungsmaßnahmen grundsätzlich dulden – können jedoch in besonderen Härtefällen widersprechen. • Modernisierungsumlage: Nach Abschluss der Maßnahme können Vermieter acht Prozent der auf die Wohnung entfallenden Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen – unter Berücksichtigung der Kappungsgrenze. • Betriebskostenabrechnung: Nach dem Heizungstausch ändert sich die Betriebskostenabrechnung – Stromkosten statt Gaskosten für die Heizung müssen korrekt erfasst und umgelegt werden. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung hängt stark von den lokalen Bedingungen ab. Als grobe Orientierung für ein MFH in Bochum mit sechs Wohneinheiten: Wenn die Heizkosten durch den Wärmepumpenbetrieb um 30 bis 50 Prozent sinken, amortisiert sich die Investition nach Förderung in der Regel innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren. Zusätzlich steigert eine moderne GEG-konforme Heizungsanlage den Marktwert des Objekts messbar. Eine Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus ist kein Selbstläufer – aber mit sorgfältiger Planung, der richtigen Systemwahl und optimaler Fördernutzung eine wirtschaftlich und energetisch sinnvolle Investition. Weyel-Immobilien berät Vermieter in Bochum, ob und wie ein Wärmepumpenprojekt im Kontext der Verkaufs- oder Bewirtschaftungsstrategie Sinn ergibt. Kostenlose Beratung: Wärmepumpe oder Fernwärme – was passt zu Ihrem Objekt? Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | (0234) 93248215
12.08.2026
Energieeffizienz als Werttreiber – wie Sanierung den Verkaufspreis in NRW beeinflusst
Wer heute eine Immobilie in NRW verkauft oder kauft, stellt fest: Die Energieklasse ist kein Fußnotenthema mehr – sie ist ein zentraler Preisfaktor. Käufer und institutionelle Investoren bewerten die Energieeffizienz eines Gebäudes so eingehend wie die Lage. Dieser Wandel hat sich in den letzten Jahren beschleunigt – durch das GEG, die EPBD, steigende Energiepreise und die zunehmende ESG-Orientierung institutioneller Investoren. Weyel-Immobilien gibt einen praxisnahen Überblick über die Wirkung der Energieeffizienz auf den Verkaufspreis. Die Verbindung zwischen Energieklasse und Verkaufspreis ist keine theoretische Konstruktion – sie ist in der Praxis täglich messbar. Die Gründe: • Betriebskostenperspektive: Ein Gebäude in Klasse A verursacht deutlich geringere Heizkosten als eines in Klasse F – das wirkt sich direkt auf die Rendite aus. • Regulatorisches Risiko: Käufer kalkulieren zukünftige Sanierungspflichten ein – je schlechter die Klasse, desto höher das erwartete Investitionsrisiko. • Finanzierungsbedingungen: Banken bewerten Energieklasse zunehmend als Risikoindikator – Objekte in Klasse F und G erhalten schlechtere Konditionen oder geringere Beleihungsquoten. • ESG-Anforderungen: Institutionelle Investoren müssen heute ESG-Kriterien einhalten – Objekte in schlechten Energieklassen passen oft nicht mehr in ihr Portfolio. Weyel-Immobilien beobachtet im Ruhrgebieter Transaktionsmarkt folgende Preisabstände zwischen Energieklassen bei vergleichbaren MFH-Objekten in Bochum: • Klasse A oder B gegenüber Klasse C: Aufschlag von 5 bis 10 Prozent • Klasse C gegenüber Klasse D oder E: Aufschlag von 8 bis 15 Prozent • Klasse C oder D gegenüber Klasse F oder G: Aufschlag von 15 bis 25 Prozent • Klasse A+ gegenüber Klasse G: In Extremfällen Preisunterschied von 30 bis 40 Prozent bei vergleichbaren Objekten Diese Unterschiede sind nicht linear und hängen stark von der Objektgröße, dem Segment und der Käufergruppe ab. Für Eigennutzer ist der emotionale Faktor höher – sie zahlen mehr für einzugsfertige, niedrige Energieklassen. Für institutionelle Investoren ist die Renditerechnung dominant – sie rechnen Sanierungskosten kalt durch. Nicht jede Sanierungsmaßnahme steigert den Verkaufspreis gleich stark. Weyel-Immobilien unterscheidet drei Kategorien: Heizungstausch von Öl auf Wärmepumpe, Dachdämmung bei unsaniertem Altbau, Fenstererneuerung bei Einfachverglasung – diese Maßnahmen haben eine direkte Wirkung auf die Energieklasse und werden vom Markt sofort honoriert. Hydraulischer Abgleich, Thermostatventile, Gebäudeautomation – diese Maßnahmen senken den tatsächlichen Verbrauch, schlagen sich aber nicht immer im Energieausweis nieder. Ihr Preiseffekt ist indirekter, aber für aufmerksame Käufer sichtbar. Hochwertige Badezimmer oder Küchen, neue Bodenbeläge, Aufzugsnachrüstungen – diese steigern den Wohnkomfort, beeinflussen die Energieklasse aber kaum. Ihr Beitrag zum Verkaufserlös ist für institutionelle Investoren gering. Ein aussagekräftiger, aktueller Energieausweis ist heute das wichtigste energetische Vermarktungsdokument. Weyel-Immobilien platziert die Energieklasse und die zentralen Kennwerte des Energieausweises aktiv im Exposé und in der Direktansprache von Investoren – weil das bei institutionellen Käufern als Entscheidungsgrundlage dient, nicht als Pflichtbeilage. Die Energieklasse eines Gebäudes ist in NRW heute ein direkter Preisfaktor – mit messbaren Auswirkungen von bis zu zwanzig oder dreißig Prozent des Verkaufspreises. Wer seine Immobilie in Bochum optimal verkaufen möchte, sollte die Energieeffizienz als Teil der Vermarktungsstrategie verstehen – nicht als technisches Detail. Weyel-Immobilien bewertet jedes Objekt im vollen energetischen Kontext. Kostenlose Bewertung: Was ist Ihr Objekt mit dieser Energieklasse wirklich wert? Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | (0234) 93248215
10.08.2026
KfW-Förderung für Sanierung und Heizungstausch 2025 – das gilt in NRW
Die staatliche Förderung für energetische Sanierungen und Heizungstausch ist 2025 einer der wichtigsten Hebel für Eigentümer in NRW – und gleichzeitig einer der am häufigsten falsch genutzten. Viele Eigentümer beantragen zu wenig, zu spät oder gar nicht. Weyel-Immobilien gibt einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Programme und erklärt, wie Eigentümer in Bochum das Maximum herausholen. Die mit Abstand häufigste und kostspieligste Fehlerquelle bei der Förderbeantragung: der Antrag wird nach Beginn der Maßnahme gestellt – oder schlimmer, erst nach Abschluss. Das ist bei nahezu allen KfW- und BAFA-Programmen nicht zulässig. Eine nachträgliche Antragstellung führt unweigerlich zum Verlust des Förderanspruchs. Die Regel ist eindeutig: erst Antrag stellen, dann beauftragen, dann bauen. Das KfW-Programm 458 ist seit Januar 2024 das zentrale Förderinstrument für den Heizungstausch in Deutschland. Es ersetzt die frühere BAFA-Förderung und bietet Zuschüsse – kein Darlehen – für den Einbau GEG-konformer Heizungsanlagen. Die Zuschusssätze setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen: • Basisförderung: 30 Prozent für alle förderfähigen Heizungsanlagen (Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasse, Fernwärme, Hybridheizung) • Klima-Geschwindigkeitsbonus: zusätzliche 20 Prozent für Eigentümer, die eine funktionierende fossile Heizungsanlage (Öl, Gas, Kohle, Nachtspeicher) gegen eine erneuerbare Heizung tauschen – bis Ende 2028 gültig • Einkommensbonus: zusätzliche 30 Prozent für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 40.000 Euro • Effizienzbonus: zusätzliche 5 Prozent für besonders effiziente Wärmepumpen (natürliche Kältemittel oder Wasser-Wasser/Sole-Wasser-System) • Maximale Kombination: bis zu 70 Prozent Förderung – allerdings nur bei Erfüllung aller Bonusbedingungen Für Vermieter und Eigentümer nicht selbst genutzter Objekte gilt: Der Einkommensbonus entfällt. Die maximale Förderung liegt in diesen Fällen bei 35 bis 55 Prozent – je nach Anlageart und Klima-Geschwindigkeitsbonus. Die förderfähigen Höchstkosten betragen 30.000 Euro für die erste Wohneinheit und jeweils 15.000 Euro für jede weitere – bei MFH kann sich die Fördersumme entsprechend summieren. Neben dem Heizungsprogramm bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) Zuschüsse für alle anderen energetischen Sanierungsmaßnahmen: • Basisförderung: 15 Prozent für Dämmmaßnahmen (Dach, Fassade, Keller), Fenstererneuerung und Lüftungsanlagen • iSFP-Bonus: zusätzliche 5 Prozent, wenn ein gültiger individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorliegt – macht die Gesamtförderung auf 20 Prozent • Förderfähige Höchstkosten: 60.000 Euro pro Wohneinheit bei vorliegendem iSFP (sonst 30.000 Euro) • Antragstellung: über das KfW-Zuschussportal, vor Beginn der Maßnahme Der iSFP-Bonus ist ein starkes Argument, den individuellen Sanierungsfahrplan frühzeitig zu erstellen. Er verdoppelt nicht nur die förderfähige Kostenhöchstgrenze, sondern erhöht auch den Fördersatz – das macht ihn für MFH-Eigentümer in Bochum besonders attraktiv. Wer sein MFH auf das energetische Niveau eines KfW-Effizienzhauses saniert, kann das BEG-Wohngebäude-Programm nutzen. Die Förderquoten reichen von 15 Prozent (Effizienzhaus 85) bis 45 Prozent (Effizienzhaus 40 Plus). Dieses Programm ist besonders attraktiv für Eigentümer, die eine umfassende Vollsanierung planen und dabei ein klar definiertes Energieniveau erreichen wollen. Neben den Bundesförderprogrammen bietet die NRW.BANK ergänzende Förderdarlehen für Wohngebäudesanierungen in Nordrhein-Westfalen an. Diese können mit den Bundesprogrammen kombiniert werden – allerdings nicht mit den KfW-Zuschüssen, sondern nur mit deren Darlehensvarianten. Für Vermieter mit größeren MFH-Portfolios lohnt sich ein genauer Blick auf die NRW.BANK-Konditionen. • Antrag nach Maßnahmenbeginn gestellt – führt zum vollständigen Förderverlust • Maßnahme ohne Energieberater (Energieeffizienz-Experten) geplant – für viele Programme Pflichtvoraussetzung • Nur Basisförderung beantragt, obwohl Boni möglich wären • iSFP nicht erstellt – entgangene 5 % Bonus und halbierte Förderhöchstgrenze • Mehrere Maßnahmen nicht als Paket geplant – Effizienzpotenzial nicht ausgeschöpft Die verfügbaren Förderprogramme können bei einer MFH-Sanierung in Bochum einen sechsstelligen Betrag ausmachen – aber nur für diejenigen, die die Antragstellung richtig planen. Weyel-Immobilien koordiniert im Rahmen der Verkaufs- und Sanierungsberatung die Förderoptimierung und empfiehlt geprüfte Energieberater in der Region. Kostenlose Förderberatung: Was steht Ihnen für Ihr Objekt zu? Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | (0234) 93248215
08.08.2026
Sanierungskosten realistisch kalkulieren – was Eigentümer in NRW einplanen müssen
"Wir haben gedacht, es kostet die Hälfte." Dieser Satz fällt in Beratungsgesprächen mit Weyel-Immobilien erschreckend oft. Sanierungskosten werden regelmäßig unterschätzt – aus Unwissenheit, aus Hoffnung oder weil Vergleichsangebote aus dem Bekanntenkreis nicht auf das eigene Objekt übertragbar sind. Die Folge: Eigentümer starten Sanierungsprojekte mit zu knappem Budget, müssen mittendrin abbrechen oder verschieben den Verkauf ihrer Immobilie, weil die Zahlen nicht aufgehen. Dieser Artikel gibt einen realistischen Überblick – speziell für Mehrfamilienhäuser und Wohnimmobilien in Bochum und NRW. Die Bandbreite möglicher Sanierungskosten ist enorm – und sie hängt von Faktoren ab, die ohne Begehung und Fachkenntnis kaum einzuschätzen sind: • Baujahr und Bausubstanz: Ein Gründerzeithaus aus 1910 hat andere Anforderungen als ein Plattenbau aus 1975 oder ein Ziegelbau aus 1960. Materialien, Wandstärken und Tragkonstruktionen entscheiden über die Machbarkeit und den Aufwand jeder Dämmmaßnahme. • Ausgangszustand der Heizungsanlage: Eine Gastherme, die noch fünf Jahre läuft, rechtfertigt eine andere Strategie als eine Ölheizung, die im nächsten Winter ausfallen wird. • Preisniveau 2025: Handwerkerkosten sind in NRW in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Vergleichswerte aus 2019 oder 2020 sind heute schlicht falsch. • Umfang der Maßnahme: Einzelmaßnahmen sind teurer pro Einheit als Pakete – weil Gerüst, Planung und Baustelleneinrichtung nur einmal anfallen. • Förderprogramme: Ob und wie viel KfW oder BAFA fördern, hängt von Timing, Antragstellung und Kombination der Maßnahmen ab. Weyel-Immobilien empfiehlt Eigentümern daher grundsätzlich: Keine Sanierungsentscheidung ohne fachkundige Ersteinschätzung – und keine Budgetplanung ohne einen Puffer von mindestens 15 bis 20 Prozent für Unvorhergesehenes. Die folgende Tabelle gibt Orientierungswerte für die häufigsten Sanierungsmaßnahmen in NRW. Alle Angaben sind Richtwerte inklusive Materialkosten und Handwerkerleistung – ohne Planung, Energieberatung und Baunebenkosten: Maßnahme Kosten (Richtwert) KfW/BAFA-Förderung Typische Einsparung Heizungstausch (Wärmepumpe, EFH) 15.000–30.000 € bis 70 % (KfW 458) 30–50 % Heizkosten Heizungstausch (Wärmepumpe, MFH) 40.000–120.000 € bis 70 % (KfW 458) 30–50 % Heizkosten Dachdämmung / oberste Geschossdecke 80–200 €/m² 15 % BEG EM 15–20 % Energiebedarf Fassadendämmung (WDVS) 100–250 €/m² 15 % BEG EM 20–30 % Energiebedarf Fenstererneuerung (3-fach) 400–900 €/Fenster 15 % BEG EM 10–15 % Energiebedarf Kellerdeckendämmung 30–80 €/m² 15 % BEG EM 5–10 % Energiebedarf Lüftungsanlage mit WRG 5.000–20.000 € 15 % BEG EM Komfort + Lüftungswärme Vollsanierung MFH (500 m² Wohnfläche) 200.000–600.000 € bis 35 % BEG WG 50–70 % Energiebedarf Hinweis: Diese Werte sind Richtwerte auf Basis aktueller Marktpreise in NRW. Individuelle Angebote können je nach Region, Handwerksbetrieb und Objektzustand erheblich abweichen. Planen Sie grundsätzlich einen Puffer von 15–20 Prozent ein. Die Sanierung eines Mehrfamilienhauses (MFH) in Bochum oder dem Ruhrgebiet unterscheidet sich grundlegend von der eines Einfamilienhauses. Drei Faktoren treiben die Kosten besonders: Ein MFH mit 500 Quadratmetern Wohnfläche kostet nicht einfach fünfmal so viel wie ein EFH mit 100 Quadratmetern. Durch gemeinsame Gerüste, gemeinsame Heizungsversorgung und einmalige Planungskosten entstehen Skaleneffekte. Gleichzeitig steigt die Komplexität – insbesondere bei bewohnten Objekten, wo der laufende Betrieb während der Sanierung sichergestellt werden muss. Wenn Mieter während der Sanierung in ihren Wohnungen bleiben, entstehen zusätzliche Kosten für Schutzmaßnahmen, kürzere Arbeitszeiten und aufwendigere Logistik. Außerdem müssen Modernisierungsankündigungsfristen (in der Regel drei Monate vor Beginn) eingehalten werden. Wer im laufenden Betrieb saniert, zahlt in der Regel zehn bis zwanzig Prozent mehr als bei einer Komplettsanierung im Leerstand. Eine Wärmepumpe für ein Mehrfamilienhaus ist keine vergrößerte Version der Einfamilienhauslösung. Bei MFH müssen Heizkreisläufe, Warmwasserversorgung und möglicherweise Pufferspeicher neu konzipiert werden. Hinzu kommt, dass ältere MFH häufig Niedertemperaturheizsysteme haben, die mit einer Wärmepumpe ohne Umbau der Heizkörper nicht effizient betrieben werden können. Eine fundierte technische Planung ist zwingend notwendig – und kostet Zeit und Geld. Nehmen wir ein typisches Mehrfamilienhaus in Bochum: Baujahr 1965, 6 Wohneinheiten, 450 Quadratmeter Wohnfläche, Gasheizung Baujahr 2002, Energieklasse E, Fassade nicht gedämmt, Dach sanierungsbedürftig. Eine realistische Sanierungskalkulation für dieses Objekt könnte so aussehen: • Heizungstausch (Wärmepumpe + Pufferspeicher + Warmwasser): ca. 80.000 bis 110.000 Euro brutto • Dachdämmung (ca. 180 m²): ca. 25.000 bis 45.000 Euro brutto • Fassadendämmung WDVS (ca. 400 m²): ca. 60.000 bis 100.000 Euro brutto • Fenstererneuerung (ca. 30 Fenster): ca. 30.000 bis 45.000 Euro brutto • Kellerdeckendämmung (ca. 200 m²): ca. 10.000 bis 16.000 Euro brutto • Energieberatung, Planung, Baunebenkosten: ca. 15.000 bis 25.000 Euro • Puffer für Unvorhergesehenes (15 %): ca. 33.000 bis 51.000 Euro Gesamtkosten Vollsanierung: ca. 253.000 bis 392.000 Euro brutto. Nach KfW-/BAFA-Förderung (Annahme: ca. 30 % Gesamtförderung) verbleibt ein Eigenanteil von ca. 177.000 bis 274.000 Euro. Das ist keine Zahl, die erschrecken soll – sondern eine, die zeigt, dass realistische Planung und Förderoptimierung den Unterschied zwischen einem wirtschaftlich sinnvollen Projekt und einem, das den Eigentümer überfordert, ausmachen kann. Die wichtigsten Förderprogramme für Sanierungen in NRW im Jahr 2025: • KfW-Programm 458 (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Heizungsförderung): bis zu 70 % Zuschuss für den Heizungstausch. Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Zuständig seit 2024 ausschließlich die KfW. • BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM): 15 % Grundförderung für Dämmung, Fenster, Lüftung – plus 5 % iSFP-Bonus bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans. • BEG Wohngebäude (BEG WG): Für Gesamtsanierungen, die ein Effizienzhaus-Niveau erreichen – bis zu 35 % Förderung möglich. • NRW.BANK: Ergänzende Landesförderprogramme für Wohngebäude in NRW – prüfen lohnt sich, besonders bei Sozialwohnungen oder genossenschaftlichem Eigentum. Wichtig: Förderanträge müssen in der Regel vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Eine nachträgliche Antragstellung ist nicht möglich und führt zum Verlust des Anspruchs. Weyel-Immobilien koordiniert bei Bedarf die Beauftragung eines Energieberaters und die Antragstellung im Rahmen der Verkaufs- oder Sanierungsstrategie. Die entscheidende Frage für Eigentümer ist nicht nur, was die Sanierung kostet – sondern was sie bringt. Weyel-Immobilien stellt diese Rechnung für jeden Eigentümer individuell auf. Als Orientierung gilt: • Eine Sanierung, die mehr kostet als der erzielte Mehrwert beim Verkauf, vernichtet Kapital – auch wenn sie energetisch sinnvoll ist. • Eine Sanierung, die mit Förderung einen Eigenanteil von 20 bis 30 Prozent der Investitionskosten erfordert und den Verkaufspreis um das Doppelte steigert, ist wirtschaftlich attraktiv. • Eine Teilsanierung – z.B. nur Heizungstausch – kann den Preis deutlich steigern, wenn die Heizungsanlage das größte Käuferhindernis war. Weyel-Immobilien berechnet für Eigentümer in Bochum und dem Ruhrgebiet diese individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung – kostenlos und auf Basis aktueller Marktdaten und Förderbedingungen. Sanierungskosten realistisch zu kalkulieren ist keine Übung in Pessimismus – es ist die Grundlage für gute Entscheidungen. Wer die Kosten kennt, kann gezielt die wirtschaftlich sinnvollsten Maßnahmen auswählen, die verfügbaren Förderprogramme optimal nutzen und entscheiden, ob eine Vorab-Sanierung oder ein direkter Verkauf die bessere Strategie ist. Weyel-Immobilien begleitet Eigentümer in Bochum und dem Ruhrgebiet bei genau dieser Entscheidung – persönlich, mit Marktkenntnis und ohne Interessenkonflikte. Sprechen Sie uns an. Kostenlose Sanierungsanalyse: Was kostet Sanierung – und was bringt sie beim Verkauf? Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | (0234) 93248215
07.08.2026
Das Heizungsgesetz und sein Einfluss auf den Immobilienwert in NRW
Kaum ein Gesetz hat den deutschen Immobilienmarkt in den letzten Jahren so beschäftigt wie das Gebäudeenergiegesetz 2024 – das sogenannte Heizungsgesetz. Doch während die politische Debatte abgeflaut ist, zeigt sich nun in der Praxis, was viele Experten vorhergesagt hatten: Die Heizungsanlage ist zu einem zentralen Bewertungsfaktor beim Immobilienverkauf geworden. Wer in NRW eine Immobilie verkauft oder kauft, kommt an diesem Thema nicht mehr vorbei. Weyel-Immobilien erklärt, was das für Eigentümer und Investoren im Ruhrgebiet konkret bedeutet. Noch vor wenigen Jahren war die Heizungsanlage beim Immobilienverkauf ein Randthema – solange sie funktionierte, fragte kaum jemand nach. Das hat sich fundamental geändert. Drei Faktoren sorgen dafür, dass die Heizung heute einen direkt messbaren Einfluss auf den Verkaufspreis hat: • Gesetzliche Unsicherheit: Käufer wissen, dass nach einem Eigentümerwechsel Sanierungsfristen greifen können. Wer eine Ölheizung kauft, muss einkalkulieren, dass er sie möglicherweise in absehbarer Zeit ersetzen muss. • Steigende Energiekosten: Immobilien mit schlechter Energieeffizienz haben höhere Betriebskosten – das drückt die Rendite bei Kapitalanlagen und erhöht die Wohnkosten bei Eigennutzern. • Veränderte Käuferpräferenzen: Institutionelle Investoren, aber auch immer mehr Privatinteressenten, fragen gezielt nach Energieausweis und Heizungstyp – noch vor der Besichtigung. Das Ergebnis: Objekte mit moderner, GEG-konformer Heizung erzielen in NRW messbar höhere Preise als vergleichbare Objekte mit veralteter Öl- oder Gasheizung. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie stark der Abschlag ist. Nicht alle Heizungsanlagen werden gleich bewertet. In der Praxis lassen sich drei Kategorien unterscheiden: • Wärmepumpe (Luft-Wasser, Sole-Wasser): Derzeit das gefragteste System. Erfüllt die GEG-Anforderungen vollständig, hohe Förderung über KfW 458, geringe Betriebskosten bei richtig dimensionierter Anlage. Käufer – insbesondere institutionelle Investoren – zahlen für Objekte mit Wärmepumpe messbar mehr. • Fernwärmeanschluss: Besonders in Bochum und dem Ruhrgebiet, wo die kommunale Wärmeplanung Fernwärmenetze vorsieht, ist ein bestehender Fernwärmeanschluss ein klarer Wertvorteil. Keine eigene Heizungsanlage, keine Wartungskosten, keine Investitionspflicht. • Pellet- oder Biomasseheizung mit Solaranlage: Erfüllt GEG-Anforderungen, wird von Investoren aber differenzierter bewertet – Wartungsaufwand und Brennstoffverfügbarkeit spielen eine Rolle. • Hybridheizung (Wärmepumpe + Gaskessel): Erfüllt GEG-Anforderungen, gilt als Übergangslösung. Käufer wissen, dass mittelfristig der Gasanteil weiter reduziert werden muss. Kein signifikanter Abschlag, aber auch kein Aufschlag. • Moderne Gasheizung (ab 2019): Sofern GEG-konform nachgerüstet oder für Biomethan vorbereitet, wird sie von vielen Käufern noch akzeptiert. Der Abschlag fällt geringer aus als bei älteren Anlagen. • Alte Ölheizung (vor 2010): Klares Abschlagspotenzial – Käufer kalkulieren Austauschkosten ein, die je nach Objekt zwischen 15.000 und 60.000 Euro liegen können. Im institutionellen Segment werden solche Objekte nur mit erheblichem Preisabschlag gehandelt. • Alte Gasheizung ohne Modernisierungspotenzial: Ähnliche Situation wie bei Ölheizungen. Je näher das Objekt an der Notwendigkeit eines Pflichtaustauschs ist, desto stärker der Abschlag. • Nachtspeicherheizung (elektrisch, alt): Besonders ungünstig – hoher Energieverbrauch, kein GEG-konformer Betrieb möglich, hohe Austauschkosten. Es gibt keine bundesweit einheitlichen Zahlen – der Abschlag hängt von Lage, Objekttyp und Käufergruppe ab. Für den NRW-Markt und speziell den Bochumer Immobilienmarkt lassen sich jedoch folgende Orientierungswerte nennen: • Ölheizung vor 2010 in einem MFH: Abschlag von 5 bis 12 Prozent auf den Verkaufspreis je nach Zustand und Baujahr des Gebäudes. • Energieeffizienzklasse G oder F im Vergleich zu Klasse C oder besser: Preisunterschied von 15 bis 25 Prozent bei vergleichbaren Objekten in ähnlicher Lage. • Fehlendes Sanierungskonzept bei MFH-Objekten: Institutionelle Investoren fordern zunehmend einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) als Voraussetzung für eine Kaufentscheidung. Diese Zahlen sind keine garantierten Marktpreise, sondern Richtwerte aus der Praxis. Entscheidend ist immer die Gesamtbewertung des Objekts. Weyel-Immobilien führt für Eigentümer eine fundierte Einschätzung durch – unter Berücksichtigung von Heizungsanlage, Energieausweis und aktuellem Investoreninteresse. Für Eigentümer, die in den nächsten ein bis drei Jahren verkaufen möchten, ergeben sich aus dem Heizungsgesetz klare Handlungsempfehlungen: • Energieausweis prüfen: Welche Energieklasse hat das Objekt? Ein Objekt mit Klasse F oder G sollte vor dem Verkauf bewertet werden – nicht nur nach dem Heizungstyp, sondern nach dem Gesamtzustand. • Sanierung vor Verkauf prüfen: Nicht immer lohnt sich die Vorab-Sanierung. Weyel-Immobilien berechnet für Eigentümer, ob eine Investition in die Heizungsanlage vor dem Verkauf den Aufwand rechtfertigt – oder ob eine direkte Vermarktung an investitionsbereite Käufer die bessere Strategie ist. • KfW-Förderung mitnehmen: Wer sowieso saniert, sollte die Förderung nicht liegen lassen. KfW 458 zahlt bis zu 70 Prozent der Heizungskosten. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. • Off-Market an Investoren vermarkten: Viele institutionelle Investoren kaufen bewusst Objekte mit Sanierungspotenzial – zum richtigen Preis. Über das Weyel-Netzwerk mit 700 vorqualifizierten Investoren lassen sich solche Objekte diskret und ohne öffentlichen Preisdruck vermarkten. Für Käufer – insbesondere für institutionelle Investoren – hat das Heizungsgesetz die Due-Diligence-Anforderungen erhöht. Folgende Punkte gehören heute zur Pflichtprüfung vor einem Immobilienkauf in NRW: • Heizungstyp und Baujahr der Anlage – wie viel Restlebensdauer hat sie? • Energieausweis und Effizienzklasse – welche Investitionen sind mittelfristig notwendig? • Kommunale Wärmeplanung: Liegt das Objekt in einem geplanten Fernwärmekorridor? • Vorhandensein eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP)? • Bestehende Mietverträge und Modernisierungsumlage: Können Sanierungskosten auf Mieter umgelegt werden? Weyel-Immobilien koordiniert die vollständige energetische Due Diligence im Rahmen jeder Transaktion – und sorgt dafür, dass Käufer und Verkäufer gleichermaßen vollständige Klarheit haben. Der Bochumer Immobilienmarkt hat einige Besonderheiten, die im Kontext des Heizungsgesetzes relevant sind. Zum einen ist Bochum als Großstadt zur kommunalen Wärmeplanung bis spätestens Juni 2026 verpflichtet. Das bedeutet, dass die GEG-Pflichten für Bestandsgebäude in der Praxis ab diesem Zeitpunkt greifen werden. Zum anderen ist das Ruhrgebiet ein traditionell stark von Fernwärme geprägtes Gebiet. Städte wie Bochum, Essen und Dortmund haben historisch gewachsene Fernwärmenetze. Für Eigentümer im Bereich bestehender Fernwärmeversorgung kann ein Anschluss an das Netz die kostengünstigste und wertsteigerndste Lösung sein – ohne eigene Investition in eine neue Heizungsanlage. Weyel-Immobilien kennt die lokale Situation in Bochum und dem Ruhrgebiet genau und berät Eigentümer auf Basis aktueller Marktdaten und Netzinfrastruktur. Das Heizungsgesetz hat die Spielregeln im Immobilienmarkt NRW dauerhaft verändert. Wer heute eine Immobilie in Bochum oder dem Ruhrgebiet verkaufen möchte, muss die Heizungsanlage als Teil der Vermarktungsstrategie verstehen – nicht als technisches Detail. Moderne, GEG-konforme Heizungssysteme erzielen Aufschläge; veraltete fossile Anlagen erzeugen Abschläge, die den Verkaufspreis spürbar drücken können. Weyel-Immobilien bewertet Ihre Immobilie im vollen energetischen Kontext – und entwickelt die Strategie, die für Ihre individuelle Situation den höchsten Erlös bringt. Sprechen Sie uns an – persönlich, diskret und ohne Verpflichtung. Kostenlose Bewertung: Was ist Ihre Immobilie im GEG-Kontext wert? Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | (0234) 93248215 GOOGLE BUSINESS POST – Kurzversion Das GEG 2024 hat die Heizungsanlage zum Bewertungsfaktor Nummer eins gemacht. Ölheizung, alte Gasheizung oder moderne Wärmepumpe – der Unterschied kann beim Verkauf fünf bis zwanzig Prozent des Kaufpreises ausmachen. Weyel-Immobilien erklärt, was das für Eigentümer in Bochum und NRW bedeutet. • Wärmepumpe oder Fernwärme: Wertsteigernd – Käufer zahlen mehr, KfW-Förderung bereits genutzt • Hybridheizung: Neutral bis leicht positiv – gilt als Übergangslösung • Moderne Gasheizung (ab 2019): Geringer Abschlag – noch akzeptiert, aber mit Unsicherheit • Alte Ölheizung (vor 2010): Abschlag 5–12 % – Käufer kalkulieren Austauschkosten • Energieklasse F oder G: Abschlag bis 25 % – institutionelle Investoren fordern Sanierungskonzept • Energieausweis prüfen – welche Klasse hat Ihr Objekt? • Heizungsanlage bewerten – lohnt sich Vorab-Sanierung vor dem Verkauf? • KfW 458 nutzen – bis zu 70 % Förderung beim Heizungstausch • Off-Market vermarkten – unsanierte Objekte gezielt an Investoren vermitteln Wir bewerten Ihre Immobilie im vollen GEG-Kontext und entwickeln die Strategie, die den höchsten Erlös bringt – mit oder ohne Vorab-Sanierung. Persönlich, diskret, seit 1991. weyel-immobilien.de | (0234) 93248215
05.08.2026
Share Deal vs. Asset Deal – was ist besser beim Immobilienverkauf in NRW?
Wenn Immobilien im größeren Segment verkauft werden – insbesondere Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien ab einigen Millionen Euro – stellt sich oft die Frage: Soll die Immobilie selbst verkauft werden (Asset Deal) oder die Gesellschaft, die die Immobilie hält (Share Deal)? Beide Strukturen haben erhebliche steuerliche und rechtliche Konsequenzen. Dieser Artikel gibt einen Überblick. Beim Asset Deal wird die Immobilie direkt verkauft – als Grundstück mit Gebäude. Der Käufer erwirbt das Objekt selbst, nicht die Gesellschaft dahinter. Das ist die klassische Form des Immobilienverkaufs. Für den Käufer fällt Grunderwerbsteuer an – in NRW aktuell 6,5 Prozent des Kaufpreises. Beim Share Deal werden nicht die Immobilien, sondern die Anteile an der Gesellschaft verkauft, die die Immobilie hält – typischerweise eine GmbH oder GmbH & Co. KG. Der Käufer erwirbt damit indirekt die Immobilie. Der entscheidende Vorteil: Wenn weniger als 90 Prozent der Anteile innerhalb von zehn Jahren übertragen werden, fällt keine Grunderwerbsteuer an. • Käufer: Ersparnis der Grunderwerbsteuer (6,5 % in NRW) bei großen Transaktionen • Verkäufer: Kaufpreisoptimierung möglich, da Käufer mehr bieten können • Beide Seiten: Schnellerer Abschluss möglich, da kein Grundbuchamt involviert • Investoren: Strukturierte Unternehmensfortführung ohne Umstrukturierung • Haftungsübernahme: Käufer übernimmt alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft • Due Diligence aufwendiger: Steuerhistorie, Verträge, Risiken der GmbH müssen geprüft werden • Gesetzliche Verschärfungen: Seit 2021 strengere Regeln (90-%-Schwelle, 10-Jahres-Frist) • Komplexere Vertragsgestaltung mit höheren Beratungskosten Als Faustregel gilt: Ab einem Kaufpreis von etwa 3 bis 5 Millionen Euro lohnt es sich, über einen Share Deal nachzudenken – weil die Grunderwerbsteuerersparnis die höheren Transaktionskosten übersteigt. Bei kleineren Objekten oder bei Verkäufern ohne GmbH-Struktur ist der Asset Deal in der Regel die einfachere und kostengünstigere Wahl. Weyel-Immobilien begleitet Transaktionen im Segment 1 bis 20 Millionen Euro und kennt die Anforderungen institutioneller Investoren an die Deal-Struktur genau. Wir koordinieren die Zusammenarbeit mit spezialisierten Steuerberatern und Rechtsanwälten und stellen sicher, dass die für Sie optimale Transaktionsstruktur gefunden wird. Jetzt kostenlose Bewertung anfordern Sprechen Sie uns an – unverbindlich und diskret. Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | Tel. (0234) 93248215
04.08.2026
GEG 2024 für Eigentümer in Bochum – was sich wirklich geändert hat
Seit dem 1. Januar 2024 ist das novellierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft – und kaum ein Gesetz hat in der deutschen Immobilienbranche zuletzt mehr Verwirrung, Unsicherheit und Gesprächsstoff ausgelöst. Landläufig wird es als das sogenannte Heizungsgesetz bezeichnet, doch die Änderungen gehen weit über die Heizungsanlage hinaus. Was bedeutet das GEG 2024 konkret für Eigentümer von Wohn- und Gewerbeimmobilien in Bochum und dem Ruhrgebiet? Weyel-Immobilien gibt einen praxisnahen Überblick. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist seit 2020 das zentrale Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Gebäude in Deutschland. Es fasste die vorherige Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammen. Das GEG regelt, wie viel Energie Gebäude verbrauchen dürfen, welche Heizungen zulässig sind und welche Anforderungen bei Neubau und Sanierung gelten. Die Novelle 2024 war politisch umstritten – bekannt als das sogenannte Heizungsgesetz der Bundesregierung. Nach intensiven parlamentarischen Debatten trat es zum Jahresbeginn 2024 in Kraft. Der Kern: Jede neu eingebaute Heizungsanlage muss künftig zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Doch gilt das sofort für alle Eigentümer in Bochum? Nein – und genau das ist die entscheidende Differenzierung. Die viel diskutierte Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, gilt nicht pauschal für alle. Das GEG 2024 unterscheidet klar nach Gebäudetyp und Zeitpunkt: • Neubauten in Neubaugebieten: Für Neubauten, bei denen ab dem 1. Januar 2024 ein Bauantrag gestellt wurde, gilt die 65-%-Regel sofort. • Bestandsgebäude und Neubauten in Baulücken: Hier gilt die Regel erst nach Vorlage der kommunalen Wärmeplanung. Da Bochum als Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern gilt, muss die Wärmeplanung spätestens bis zum 30. Juni 2026 vorliegen. • Ältere oder kaputte Heizungen im Bestand: Wer eine alte Heizung hat, muss diese nicht sofort tauschen. Erst wenn die Heizungsanlage irreparabel defekt ist und die Wärmeplanung vorliegt, greift die Pflicht. Für die meisten Eigentümer in Bochum mit Bestandsimmobilien bedeutet das: Akuter Handlungsdruck besteht erst nach der kommunalen Wärmeplanung – aber die Planung dafür sollte jetzt beginnen. Das GEG 2024 schreibt keine bestimmte Heizungsart vor. Stattdessen nennt es eine Liste zulässiger Systeme, die die 65-%-EE-Anforderung erfüllen: • Wärmepumpen (Luft-Wasser, Sole-Wasser, Wasser-Wasser) • Fernwärmeanschluss aus einem qualifizierten Wärmenetz • Elektrische Direktheizung (unter bestimmten Bedingungen) • Wasserstoff-ready-Gasheizungen mit entsprechendem Nachweis • Biomasseheizungen (z.B. Pellet), kombiniert mit Solaranlage • Hybridheizungen: Kombination aus Wärmepumpe und Gaskessel als Spitzenlast • Gasheizungen, die nachweislich mindestens 65 % Biomethan oder biogenes Flüssiggas nutzen Besonders relevant für Eigentümer in Bochum: Die Stadt arbeitet an ihrer kommunalen Wärmeplanung, die festlegen wird, welche Stadtteile über Fernwärme versorgt werden. Wer in einem zukünftigen Fernwärmegebiet liegt, kann unter Umständen seinen Gasanschluss behalten – bis das Fernwärmenetz verfügbar ist. Ein für Käufer und Verkäufer besonders wichtiger Aspekt: Nach einem Eigentümerwechsel – ob Kauf oder Erbschaft – gelten bestimmte Pflichten des GEG auch für Bestandsgebäude. Der neue Eigentümer hat in der Regel zwei Jahre Zeit, um die Anforderungen zu erfüllen. Das betrifft unter anderem: • Dämmung der obersten Geschossdecke oder des Daches, sofern dies nicht bereits erfolgt ist • Dämmung von Heizungs- und Warmwasserleitungen, die durch unbeheizte Räume verlaufen • Einhaltung der GEG-Anforderungen beim Weiterbetrieb der Heizungsanlage Das bedeutet für Käufer: Vor dem Kauf sollte der energetische Zustand der Immobilie sorgfältig geprüft werden. Weyel-Immobilien empfiehlt, im Kaufprozess immer einen aktuellen Energieausweis anzufordern und den energetischen Zustand in der Kaufpreisfindung zu berücksichtigen. Der Energieausweis ist beim Immobilienverkauf Pflicht – das war auch vor 2024 so. Das GEG hat jedoch die Anforderungen präzisiert und verschärft. Wichtig für Verkäufer in Bochum: • Der Energieausweis muss beim ersten Besichtigungstermin unaufgefordert vorgelegt werden • Er muss bei Verkaufsinserat mit der Energieeffizienzklasse angegeben werden • Ein veralteter oder gefälschter Energieausweis kann zu Bußgeldern führen • Bei Neuausstellung gelten verschärfte Standards – auch im Hinblick auf die EU-Gebäuderichtlinie EPBD Für Mehrfamilienhäuser ist der Energieausweis darüber hinaus ein Marketinginstrument: Institutionelle Investoren fragen zunehmend gezielt nach Energieeffizienzklassen. Ein Objekt mit Klasse A oder B erzielt messbar höhere Preise als eines mit Klasse F oder G. Eine der größten Unsicherheiten unter Eigentümern: Muss ich meine Gas- oder Ölheizung sofort austauschen? Die klare Antwort des GEG 2024: Nein. Bestehende Heizungsanlagen dürfen grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2044 weiterbetrieben werden – sofern die 65-%-EE-Anforderungen bei einem Neuwechsel erfüllt werden und die kommunale Wärmeplanung eingehalten wird. Das bedeutet: Eine intakte Gas- oder Ölheizung in einer Bestandsimmobilie in Bochum kann noch Jahre weiter genutzt werden. Erst wenn die Anlage irreparabel ausfällt oder getauscht wird, greift die 65-%-Pflicht – sofern die Wärmeplanung vorliegt. Für strategisch denkende Eigentümer ergibt sich daraus ein klares Handlungsfenster: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die eigene Situation zu prüfen, Förderprogramme zu nutzen und sich mit einer Umrüstungsstrategie zu befassen. Wer freiwillig vor Ablauf der Fristen auf eine erneuerbare Heizung umrüstet, profitiert von erheblichen staatlichen Förderungen. Seit 2024 ist die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) für die Heizungsförderung zuständig. Das Programm KfW 458 bietet Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten: • Basisförderung: 30 Prozent für alle förderfähigen Heizungsanlagen • Klimabonus: zusätzliche 20 Prozent für Niedrigeinkommensbezieher • Effizienzbonus: zusätzliche 5 Prozent bei besonders effizienten Anlagen • iSFP-Bonus: zusätzliche 5 Prozent, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan vorliegt Für Vermieter von Mehrfamilienhäusern gelten eigene Fördersätze. Weyel-Immobilien empfiehlt, Förderanträge vor Beginn der Maßnahme zu stellen – eine nachträgliche Antragstellung ist nicht möglich. Das GEG 2024 hat direkte Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Käufer, insbesondere institutionelle Investoren, fragen zunehmend nach dem energetischen Zustand von Objekten. Immobilien mit schlechter Energieeffizienzklasse (F oder G) werden stärker abgeschlagen bewertet – nicht zuletzt, weil Investoren die zukünftigen Sanierungspflichten einkalkulieren. Für Verkäufer in Bochum bedeutet das: Eine professionelle Einschätzung des energetischen Zustands vor dem Verkauf ist heute unverzichtbar. Weyel-Immobilien bewertet Ihr Objekt im Kontext des GEG – und hilft Ihnen, die richtige Strategie zu finden: ob mit Vorab-Sanierung, mit transparenter Offenlegung des Sanierungsbedarfs oder mit gezielter Vermarktung an Investoren, die das Potenzial erkennen. Das GEG 2024 ist kein Gesetz, das sofort alle Eigentümer in Bochum zum Handeln zwingt. Wer eine intakte Heizung hat und kein akutes Sanierungsvorhaben plant, hat Zeit. Doch die Richtung ist klar: Energieeffizienz wird zum entscheidenden Werttreiber im Immobilienmarkt – und wer sich frühzeitig vorbereitet, profitiert von Förderungen, besseren Verkaufspreisen und weniger Risiko. Weyel-Immobilien begleitet Eigentümer in Bochum und dem Ruhrgebiet nicht nur beim Verkauf – sondern auch bei der strategischen Vorbereitung. Sprechen Sie uns an: Was bedeutet das GEG für Ihre konkrete Immobilie? Kostenlose Ersteinschätzung: Wie wirkt das GEG auf Ihre Immobilie? Weyel-Immobilien berät Sie persönlich – ohne Callcenter, ohne Standardantworten. Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | (0234) 93248215 GOOGLE BUSINESS POST – Kurzversion Seit dem 1. Januar 2024 gilt das novellierte Gebäudeenergiegesetz – und viele Eigentümer in Bochum fragen sich: Was ändert sich für mich? Wir bringen Klarheit. • Neue Heizungen müssen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden • Für Bestandsgebäude in Bochum gilt die Pflicht erst nach der kommunalen Wärmeplanung (spätestens ab 30.06.2026) • Bestehende Gas- und Ölheizungen dürfen bis 2044 weiterbetrieben werden • Nach einem Eigentümerwechsel: Sanierungspflichten müssen innerhalb von 2 Jahren erfüllt werden • Förderung: KfW-Programm 458 zahlt bis zu 70 % beim Heizungstausch • Wärmepumpe – die häufigste Lösung im Bestand • Fernwärme – besonders relevant in Bochum • Hybridheizung: Wärmepumpe + Gaskessel als Backup • Biomasseheizung (Pellet) mit Solaranlage • Wasserstoff-ready-Gasheizungen mit Nachweis Käufer und institutionelle Investoren bewerten die Energieklasse einer Immobilie heute stärker als je zuvor. Objekte mit Klasse F oder G erzielen messbare Preisabschläge. Weyel-Immobilien bewertet Ihr Objekt im GEG-Kontext und findet die optimale Verkaufsstrategie – diskret und ohne öffentliches Inserat. Kostenlose Ersteinschätzung: Wie wirkt das GEG auf Ihre Immobilie in Bochum? Sprechen Sie uns an – persönlich durch Inhaber Achim Weyel. weyel-immobilien.de | (0234) 93248215 | Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum
02.08.2026
Immobilienmarkt Bochum 2026 – aktuelle Preise & Entwicklung
Der Immobilienmarkt in Bochum und dem Ruhrgebiet hat in den letzten Jahren erhebliche Bewegung erfahren. Steigende Zinsen, Inflation und veränderte Käuferpräferenzen haben die Marktdynamik beeinflusst. Für Eigentümer und Investoren stellt sich die Frage: Wie ist die Lage 2025, und was bedeutet das für Kauf- und Verkaufsentscheidungen? Nach den Preisspitzen der Jahre 2020 bis 2022 und der darauffolgenden Korrekturphase hat sich der Bochumer Immobilienmarkt 2024/2025 stabilisiert. Die Nachfrage nach qualitätshochwertigen und gut gelegenen Objekten bleibt stark – sowohl von Selbstnutzern als auch von Investoren. Preisrückgänge haben sich bei erstklassigen Lagen kaum gezeigt; stärker betroffen waren Randlagen und sanierungsbedürftige Objekte. • Eigentumswohnungen: ca. 2.200 – 3.500 EUR/m² je nach Lage und Zustand • Einfamilienhäuser: ca. 280.000 – 550.000 EUR je nach Stadtteil • Mehrfamilienhäuser: Vervielfältiger 14–20 je nach Lage, Miete und Zustand • Spitzenlagen (Wiemelhausen, Stiepel): deutlich über Durchschnitt Mehrfamilienhäuser im Segment 1 bis 10 Millionen Euro sind in Bochum und dem Ruhrgebiet weiterhin stark gefragt. Institutionelle Investoren – Versorgungswerke, Family Offices, Wohnungsgesellschaften – suchen aktiv nach Objekten mit stabilen Mieteinnahmen und Entwicklungspotenzial. Die Bereitschaft, für qualitätshohe Off-Market-Objekte Premiumpreise zu zahlen, ist unverändert hoch. Wer 2025 verkauft, profitiert von einer Käufergruppe, die trotz gestiegener Zinsen kaufbereit ist – weil Immobilien im Ruhrgebiet im bundesweiten Vergleich noch immer attraktive Renditen bieten. Der Schlüssel liegt in der richtigen Vermarktungsstrategie: Wer sein Objekt zielgenau an vorqualifizierte Investoren platziert, erzielt bessere Preise als über den offenen Markt. Sinkende Zinsen könnten die Nachfrage 2025 weiter beleben. Die strukturelle Knappheit an Wohnraum in Bochum – insbesondere in attraktiven Stadtteilen – bleibt ein langfristiger Preistreiber. Für Verkäufer mit guten Objekten ist 2026 ein solides Verkaufsjahr. Jetzt kostenlose Bewertung anfordern Sprechen Sie uns an – unverbindlich und diskret. Weyel-Immobilien, Josef-Baumann-Str. 43, 44805 Bochum | weyel-immobilien.de | Tel. (0234) 93248215
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